
Beim Carpaltunnelsyndrom handelt es sich oft um eine Nervenkompressionssyndrom (Kompressionsneuropathie) des Nervus medianus infolge einer mechanischen Reizung und daraus folgend um eine Stoffwechselstörung im Canalis carpi (Handwurzelkanal) unter dem Ligamentum carpi transversum (ein horizontales Halteband, das den Handwurzelkanal bedeckt). Häufige Ursachen für ein Carpaltunnelsyndrom:
Knochenbrüche mit deformierender Heilung (Radiusfraktur Speichenbruch), Ödembildung (Ansammlung von Gewebsflüssigkeit), perilunäre Luxation („Verrenkung" im Bereich eines Handwurzelknochens), Metabolitenablagerung (Ablagerung von Stoffwechselprodukten), Tendosynovitis, Entzündung im Handwurzelkanal, z.B. infolge einer (Sehnenscheidenentzündung), Bindegewebswucherung aufgrund ständiger hoher Belastungen Stoffwechselerkrankungen, z.B. Gicht, Amyloidose (eine Eiweißablagerung), Mukolipidose (eine erbliche Speicherkrankheit), Mukopolysaccharidose (ebenfalls eine angeborene Speicherkrankheit)
Endokrine (Drüsen betreffende) und hormonelle Veränderungen, z.B. bei Gravidität (Schwangerschaft), Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Akromegalie (Größenzunahme von Händen, Füßen, aber auch Nase, Kinn oder Ohren.
