
Das BWS-Syndrom ist ein Sammelbegriff für Schmerzen, die von der Brustwirbelsäule ausgehen oder den Brustwirbelsäulenbereich betreffen. Zumeist dominieren reflektorische (von einem anderen erkrankten Organ ausgehende, reflexartige) Störungen, hauptsächlich im myofaszialen (Muskeln mit Gewebsumhüllung) System. Aber auch statische Haltungsprobleme können Störungen hervorrufen, insbesondere das Herz-Kreislauf-System betreffend. Blockierungen haben bei diesem Syndrom eine wichtige Rolle in Bezug auf Haltung und Belastung im täglichen Alltag. Nicht selten sind beim Syndrom der BWS auch Interkostalnerven (zwischen den Rippen liegende Nerven) im Sinne einer pseudoradikulären Symtomatik (Krankheitszeichen, die von einer scheinbar gestörten Nervenwurzel ausgehen) beteiligt. Sind mehrere Interkostalnerven betroffen, kann es auch zu einer Störung der Lungenfunktion kommen. Beschwerden treten auch im Rahmen von Wachstumsstörungen, begünstigt durch die damit verbundene Fehlhaltung auf (z.B Scheuermann, Skoliose). Auch Erkrankungen der Speiseröhre, Pleura (Brustfell) und Fehlbildungen der Brustaorta können ein BWS-Syndrom vortäuschen. Das BWS-Syndrom kann auch Folge von zusammengebrochenen Wirbeln aufgrund einer Osteoporose sein. In Folge eines Unfalles stellt sich auch hier ein beträchtliches Problem dar (Wirbelbruch/ Deckplatteneinbruch).
